Über uns

MVZ Limbach Magdeburg ist eine Gemeinschaftspraxis mit dem Schwerpunkt Blutgerinnungsstörungen und Gefäßkrankheiten. In unserer Praxis bieten wir die vollständige fachinternistische Diagnostik und Beratung sowie moderne Therapiekonzepte verbunden mit labormedizinischer Analytik vor Ort. Wir verfügen über ein differenziertes Untersuchungsspektrum nach neuestem Stand von Wissenschaft und Technik.

In unseren hämostaseologischen Sprechstunden untersuchen und behandeln wir bis zu 8.000 Patienten im Jahr. Unsere erfahrenen Ärzte haben mehr als 20-jährige Expertise in Diagnostik und Therapie von Blutgerinnungsstörungen und Gefäßkrankheiten.

Häufige klinische Fragestellungen

  • Untersuchung, Betreuung und Überwachung von Patienten mit Blutungs- und/oder Thromboseleiden einschließlich Prophylaxeempfehlungen
  • Überwachung von Patienten unter medikamentöser Therapie (sogenannte Antikoagulanzien- und Antiaggreganzientherapie) einschließlich Antikoagulations-„Bridging“
  • Präoperative Abklärung einer Blutungs- oder Thromboseneigung
  • Perioperatives Management von Patienten mit thrombozytär oder plasmatisch bedingten Blutgerinnungsstörungen, bis hin zur Herausgabe von Präparaten für ambulante chirurgisch-operatvie Therapien
  • Betreuung von Schwangeren mit Thromboserisiko
  • Beratung bezüglich hormonaler Kontrazeption und Hormonersatztherapie bei thrombosegefährdeten Patientinnen

Unsere Sprechzeiten

Montag08:00 - 13:00 Uhr          -
Dienstag08:00 - 16:00 Uhr          -
Mittwoch08:00 - 13:00 Uhr          -
Donnerstag08:00 - 12:00 Uhr14:00 - 18:00 Uhr
Freitag08:00 - 15:00 Uhr         -

Unsere Ärzte

PD Dr. med. habil. Dirk Franke Facharzt für Innere Medizin, Angiologie, Hämostaseologie Ärztlicher Leiter
Dr. med. Hagen Bönigk Facharzt für Innere Medizin, Angiologie, Kardiologie
Dr. rer. nat. Annelie Siegemund Fachwissenschaftlerin der Medizin

Angiologie

Bei der Behandlung von Gefäßerkrankungen steht bei uns die nicht invasive Diagnostik und Therapie von Erkrankungen der Arterien, Venen, Lymphgefäße sowie funktioneller und entzündlicher Gefäßerkrankungen im Vordergrund. Als Untersuchungsmethode wird Duplexsonographie angewendet, die zur Diagnostik und Beurteilung aller extrakraniellen hirnversorgenden Arterien, der Aorta sowie aller Arterien und Venen der Arme, Beine und Bauchorgane dient. Die Duplexsonographie gilt in der Diagnostik als Grundstein der weiterführenden Diagnostik oder Verlaufskontrolle, auch nach Aufdehnung oder Gefäßoperation. 70% der Entscheidungen zur weiteren Therapieplanung können bereits anhand der Duplexsonographie getroffen werden.

Röntgenkontrastmitteldarstellungen (i. a. DSA) sollten insbesondere dann erfolgen, wenn gleichzeitig eine Gefäßbehandlung geplant ist. Angio-MRT und Angio-CT sind valide Untersuchungen, die weiterführenden speziellen Fragestellungen vorbehalten sein sollten und nicht zur Primärdiagnostik empfohlen werden. Diese erfolgen, wenn notwendig in entsprechenden ambulanten oder stationären Einrichtungen nach Überweisung durch uns.

Venöse Gefäßerkrankungen

  • Zu unseren Leistungen gehören Ausschluss und Verlaufskontrollen bei tiefen Venenthrombosen, Thrombophlebitiden sowie Venenklappeninsuffizienz
  • Primäre chronisch venöse Insuffizienz einschließlich Varikosis
  • Primäre und sekundäre Thrombophlebitiden
  • Venösen thromboembolische Erkrankungen einschließlich Lungenembolie
  • Venöse Maldeformationen
  • Primäres/sekundäres Lymphödem

Arterielle Gefäßerkrankungen

  • Angiosklerotische/degenerative Erkrankungen, klassische pAVK
  • Die Diagnostik der pAVK umfasst Lokalisation, Länge, Morphologie von Stenose(n), Gefäßverschlüssen und Kollateralen sowie die Anschlussgefäße für Chirurgie distal von Verschlüssen oder Stenosen.
  • Entzündliche arterielle Gefäßerkrankungen (klein–mittel–groß) (M. Wegener)
  • Hyperergisch-allergische Gefäßerkrankungen (u. a. Schönlein-Henoch)
  • Thrombotische und emboliforme Gefäßveränderungen (peripher, zentral)
  • Morbus Raynaud

Unsere Schwerpunkte

Thrombophiliediagnostik

  • Diagnostik plasmatischer Thrombophilie (erworben, hereditär) für symptomatische Patienten und Überträger(innen).
  • Indikationsbestimmung zur Antikoagulation, Differenzialtherapie verschiedener Antikoagulanzien
  • Überprüfung und Überwachung der Antikoagulationstherapie (therapeutische Effektivität, Incompliance, Niereninsuffizienz u. a.)
  • Umstellungen/„Bridging“
  • Selbstmessung Antikoagulation, Qualitätskontrollen
  • Thrombozytäre Thrombophilie (erworben, hereditär)
  • Duale Antikoagulation, Tripel-Therapie
  • Individuelle und individualisierte Antikoagulationsindikationen im Rahmen von Therapieversuchen
  • Blutungskomplikationen unter Antikoagulation
  • Graviditätsbegleitende Antikoagulation

Koagulopathie (erworben, hereditär)

  • Einzelfaktordefekt, u. a. Hämophilie, vWJS, FVII-Mangel, seltener Defekte
  • Hämophilietherapie
  • Überwachung therapeutischer Strategien
  • Komplexe Hämostasestörungen, u. a. hepatische Defektkoagulopathien
  • Heparininduzierte Thrombozytopenie
  • Inhibitordiagnostik (Lupus, unspezifische Hemmkörper)
  • Fibrinolysedefekt

Qualitative Thrombozytenfunktionsstörungen (erworben, hereditär)

  • Thrombasthenie Glanzmann-Naegeli
  • Storaged Pool Disease
  • Aspirin-like-Defekt
  • Überwachung Thrombozytenfunktionshemmung (Hypo-/Non-Responder)
  • Thrombozytisch-thrombotische Purpura

Vaskuläre Blutungsneigungen

  • Purpura simplex oder Purpura senilis
  • Rhexisblutungen, u. a. Achenbach-Syndrom
  • Morbus Osler

Hämostaseologie

Störungen der Blutgerinnungsfähigkeit können einerseits zu einer verminderten Blutstillung (hämorrhagische Diathese) und andererseits zu einer überschießenden Gerinnung (Thrombophilie) führen. Sie können erblich bedingt sein oder sich erst im Laufe des Lebens entwickeln.

Unsere Praxis ist ein anerkanntes Hämophiliezentrum Sachsen-Anhalt. Wir behandeln Patienten mit Blutungserkrankungen, die durch einen Mangel an Gerinnungsfaktoren verursacht werden, insbesondere Patienten mit einer Hämophilie A, Hämophilie B, Von-Willebrand-Syndrom und weiteren sehr seltenen Faktor-Mangel-Erkrankungen.

Als traditionsreiches Zentrum bieten wir eine umfassende integrierte Betreuung für betroffene Erwachsene und Überträger(innen).

Unsere Hämophilieassistentin betreut die Patienten von der Blutabnahme bis zur Verabreichung der Medikamente, leitet an und kontrolliert die Dokumentation. Sie berät auch bei der Durchführung der ärztlich kontrollierten Selbstbehandlung und bildet aus im Umgang mit den Gerinnungskonzentraten. Die Konzentratausgabe erfolgt in unserer Praxis nach Absprache und Therapieanforderung mindestens einmal im Quartal.

Service

Patienteninformationen

Was ist vor einer Untersuchung zu beachten? Unsere Blutentnahme muss nicht zwingend in nüchternem Zustand erfolgen. Eine leichte, nicht fetthaltige Mahlzeit ist möglich.

Bei Abklärung einer Blutungsneigung sollten 10–14 Tage vor der Untersuchung keine acetylsalicylsäurehaltigen Schmerzmittel oder andere die Thrombozytenfunktion beeinträchtigende Medikamente wie nicht steroidale Antiphlogistika eingenommen werden, falls sie nicht ausdrücklich vom Arzt verordnet wurden. Fragen Sie im Zweifel erst in unserer Sprechstunde nach. Bringen Sie bitte eine Übersicht aller von Ihnen eingenommenen Medikamente in die Sprechstunde mit.

Im Falle einer Einnahme von Antiinfektiva/Antibiotika bitten wir um vorherige Rücksprache.

Bringen Sie bitte Vorbefunde zur Untersuchung mit.